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Faber-Castell
Produkt: Bleistifte Entstehungsjahr: 1761 Unternehmen: Faber Castell AG, Stein www.faber-castell.de
Der älteste und größte Hersteller von Bleistiften
1761 fertigte der Schreiner Kasper Faber in Stein bei Nürnberg seine ersten eigenen "Bleyweißsteffte" und verkauft sie auf dem Nürnberger Markt. Das Gründungsjahr von FABER-CASTELL liegt damit lange vor der französischen Revolution und vor Gründung der Vereinigten Staaten von Amerika. Vier Generationen später, 1839, übernimmt Lothar von Faber nach dem Tod seines Vaters Georg Leonhard die Bleistiftfabrik in Stein.
Nachdem er in Schreibwarenunternehmen der damaligen Handelsmetropolen Paris und London wichtige Erfahrungen sammeln konnte, stellt der 22-jährige den väterlichen Betrieb auf völlig neue Beine. Mit Visionen und eisernem Willen treibt er das Unternehmen voran. Sein Ziel: "...Mich auf den ersten Platz emporzuschwingen, indem ich das Beste mache, was überhaupt in der Welt gemacht wird...".
Er entwickelt den modernen Qualitätsbleistift, legt die heute noch gültigen Längen und Härtegrade fest und stellt erstmals auch sechseckige Stifte her. Er kennzeichnet sie mit dem Namen "A. W. Faber" - der erste Marken-Bleistift der Welt ist geboren.
1874: mit der Petition an den Deutschen Reichstag "zur Schaffung eines Markenschutzgesetzes" wird Lothar von Faber zum Wegbereiter des Markenschutzgesetzes in Deutschland (Mai 1875).
1898 heiratet Wilhelm von Fabers älteste Tochter und spätere Erbin, Freiin Ottilie von Faber (1877 - 1944), den Grafen Alexander zu Castell-Rüdenhausen aus einem der ältesten deutschen Adelsgeschlechter. Noch zu Lebzeiten hatte Lothar testamentarisch verfügt, dass nachkommende Generationen den Namen "Faber" stets in einen neuen gemeinsamen Familiennamen zu integrieren hätten. So entsteht mit Genehmigung des bayerischen Königs die neue Familienlinie "Graf und Gräfin Faber-Castell" sowie der neue Firmenname "FABER-CASTELL".
1905 bringt Graf Alexander die berühmte grüne Bleistiftfamilie "CASTELL" auf den Markt. Als Zeichen einer neuen, hochwertigen Qualität, die sich gegen alle Konkurrenz durchsetzen wird, entsteht als Verpackungsmotiv das "Turnier der Bleistiftritter". Diese Ritter sind heute wieder Bestandteil des Markenzeichens.
1978: nach dem Tod von Graf Roland tritt sein Sohn Anton Wolfgang an die Unternehmensspitze, der noch heute das Unternehmen leitet.
Faber-Castell produziert heute jährlich rund 1,8 Milliarden holzgefasste Farb- und Bleistifte. Das Unternehmen befindet sich in der achten Generation immer noch im Besitz der Familie Faber-Castell.

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