Das virtuelle Markenmuseum im FOCUS
     




 












Faber Castell seit 1761














Bleyweis-Schneider um 1700














Lothar von Faber (1817-1896)














Das Rittermotiv als Markenzeichen
des Hauses















Anton Wolfgang Graf von
Faber-Castell

 













Stammhaus Faber-Castell in Stein













Graf von Faber-Castell´sches Schloss













Jugendstil-Badezimmer im Graf von Faber-Castell`schem Schloss

 






Mitarbeiter Herr Heller mit zwei Graphitbrocken

 


Faber-Castell

Produkt: Bleistifte
Entstehungsjahr: 1761
Unternehmen: Faber Castell AG, Stein
www.faber-castell.de


Der älteste und größte Hersteller von Bleistiften

1761 fertigte der Schreiner Kasper Faber in Stein bei Nürnberg seine ersten eigenen "Bleyweißsteffte" und verkauft sie auf dem Nürnberger Markt. Er legte damit den Grundstein für das heutige Unternehmen FABER-CASTELL.

Vier Generationen später, 1839, übernimmt Lothar von Faber nach dem Tod seines Vaters Georg Leonhard die Bleistiftfabrik in Stein.

Mit Visionen und eisernem Willen treibt er das Unternehmen voran. Sein Ziel: “Mir war es von Anfang an darum zu tun, mich auf den ersten Platz emporzuschwingen, indem ich das Beste mache, was überhaupt in der Welt gemacht wird…”

Auf Grund seiner großen wirtschaftlichen und sozialen Verdienste wird Lothar 1861 der persönliche Adel verliehen.

Er entwickelt den modernen Qualitätsbleistift, legt die heute noch gültigen Längen und Härtegrade fest und stellt erstmals auch sechseckige Stifte her. Er kennzeichnet sie mit dem Namen "A. W. Faber" - der erste Markenbleistift der Welt ist geboren.

Als Lothar von Faber 1896 stirbt, erbt zunächst seine Frau das Unternehmen, danach seine älteste Enkelin Ottilie. Durch die Heirat Ottilies mit Graf Alexander entsteht das neue Grafengeschlecht FABER-CASTELL.

1905 bringt Graf Alexander (6. Generation) die berühmte grüne Bleistiftfamilie "CASTELL" auf den Markt. Als Zeichen einer neuen, hochwertigen Qualität, die sich gegen alle Konkurrenz durchsetzen wird, entsteht als Verpackungsmotiv das "Turnier der Bleistiftritter". Diese Ritter sind heute wieder Bestandteil des Markenzeichens.

1978 - nach dem Tod von Graf Roland (7. Generation) tritt sein Sohn Anton Wolfgang an die Unternehmensspitze, der noch heute das Unternehmen leitet.

Faber-Castell produziert jährlich rund 2 Milliarden holzgefasste Farb- und Bleistifte und ist in über 120 Ländern der Welt vertreten.



„Faber-Castell Erleben“


Das einzigartige Ensemble aus Fertigungsstätten, Repräsentativbauten und einem Landschaftspark, das der Ur-Urgroßvater von Anton Wolfgang Graf von Faber-Castell Lothar sowie Großvater Alexander ins Leben gerufen haben, ist heute als »FABER-CASTELL ERLEBEN« öffentlich zugänglich.

Die besondere Faszination hierbei ergibt sich aus dem Nebeneinander von Herkunft und Zukunft eines weltweit agierenden Familienunternehmens.


Faber-Castell Erleben – die drei Besichtigungsstationen

Die Erlebnismeile im Hause Faber-Castell bietet Gruppenreisenden drei interessante Besuchsprogramme am Standort Stein, die individuell zusammengestellt werden können.

Das Graf von Faber-Castell´sche Schloss (1) besteht aus zwei zu verschiedenen Zeiten errichteten Baukomplexen: dem ‚Alten Schloss’ und dem ‚Neuen Schloss’. Beide Schlösser weisen viele Einzigartigkeiten auf.

Auf beeindruckende Weise wechseln sich Stilepochen von Romanik, Gotik, Renaissance, über Empire und Klassizismus ab. Zudem gilt es als herausragendes Zeugnis des Jugendstils. Zu besonderen Anlässen werden verschiedene Ausstellungen präsentiert.

Eine Dauerausstellung widmet sich der Firmen- und Familienhistorie und beinhaltet viele Exponate aus verschiedenen Epochen, u. a. den ältesten bekannten Bleistift der Welt. Eines der Zimmer im Schloss behandelt das Thema ‚Das Faber-Castell’sche Schloss als Pressecamp’ und macht mit dieser Dokumentation einen weiteren denkwürdigen Abschnitt der Geschichte des Schlosses erfahrbar.

Faber-Castell hat zudem in den letzten beiden Jahren mit viel Aufwand die historischen Räume der Minenfertigung in ein Zeugnis erlebbarer Industriegeschichte verwandelt.

Bei einem Rundgang durch die beiden unteren Stockwerke des Museums „Alte Mine“ (2) lernen die Besucher die Besonderheiten der Bleiminenfertigung des 19. und 20. Jahrhunderts kennen und in der heutigen Minenfertigung kann man sogar einen „Faber-Rußkäfer“ (früherer Spitzname der Minenarbeiter) durch ein „Guckfenster“ im ehemaligen Heizhaus bei seiner Arbeit beobachten.

Bei einer Führung durch die Bleistiftfertigung (3) können die Besucher die einzelnen Produktionsschritte nachvollziehen und den Blei- bzw. Buntstift auf seine Reise durch die Rohstiftstraße, Wasserlackfertigung, Stempelei, Taucherei und Spitzerei begleiten.

Führungen buchbar unter erlebnismeile@faber-castell.de bzw. Tel. 0911/9965-5536.